Schadsoftware wird immer komplexer und leistungsfähiger. In ähnlichem Maße, wie der Leistungsumfang von legaler Software wächst, ziehen auch Online-Kriminelle nach. Im zweiten Halbjahr 2009 beobachtete Microsoft eine verstärkte Arbeitsteilung in der Schadsoftware-Industrie. Zudem zeigt der halbjährlich erscheinende Security Intelligence Report in seiner achten Auflage (SIRv8), dass die Kriminellen einen hohen Organisationsgrad erreicht haben und fast ausschließlich aus finanziellen Motiven agieren. Die wichtigste Erkenntnis für Nutzer ist eine altbekannte: Am besten geschützt sind Systeme, auf denen Software in neuesten Versionen installiert ist und Sicherheitsupdates automatisch direkt nach Erscheinen aufgespielt werden. Die Infektionsraten in Deutschland bleiben im internationalen Vergleich niedrig und sind zum dritten Mal in Folge gesunken.
“Die aktuellen Zahlen bestätigen erneut: Der beste Schutz ist – neben einem gesunden Misstrauen und einer aktuellen Anti-Virus-Software – ein System, dessen Software auf dem neuesten Stand ist”, sagt Tom Köhler, Direktor Informationssicherheit bei Microsoft Deutschland. “Das gilt für Betriebssysteme, Anwendungen und natürlich auch für Browser. Industrieweit haben wir in den letzten Jahren bei den Bemühungen, Sicherheitslücken zu minimieren, große Fortschritte gemacht, wodurch es für Kriminelle schwerer wird, Einfallstore in die Systeme zu finden. In unserem konkreten Fall heißt das zum Beispiel: Wer heute noch den Internet Explorer 6 installiert hat, geht ein unnötiges Risiko ein und sollte dringend auf die kostenlose Version 8 upgraden, die ein deutlich höheres Schutzniveau bietet. Erfreulich, dass deutsche Computerbenutzer beim Thema Internetsicherheit im internationalen Vergleich einen guten Job machen.”
Hier nochmals in der Zusammenfassung die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen:
- Antivirensoftware mit den aktuellen Virensignaturen
- Aktuelles Betriebssystem (z.B. Windows 7) mit den aktuellen Sicherheitsupdates
- Internet-Browser in der neuesten Version und mit den aktuellen Updates
- Firewall im Netzwerk, die den ein- und ausgehenden Datenstrom überwacht
- Anwender sollten nur mit eingeschränkten Benutzerrechten arbeiten
- E-Mail Verkehr durch Spam- und Virenfilter bereinigen
- Anwender für den korrekten Gebrauch von E-Mail und Internet sensibilisieren
(Quelle: Microsoft)
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